Die Liebe, der Tod und das Wetter

„Die Botschaft, wie sie es meinen, gibt es vielleicht gar nicht. Man macht einen Film ja nicht, weil man Bescheid weiß, sondern um etwas zu entdecken. Film ist Vermutung, verstehen Sie. Es geht um immer neue Bilder für die Dinge, die sich immer wiederholen. Wie soll ich es ausdrücken? Die großen Phänomene: die Liebe, der Tod und das Wetter.“

„Er war Biertrinker, kein Teetrinker…“

„Es wurde viel gevögelt, aber auch radikal dabei gedacht.“

Wolfgang Kohlhaase in „Whiskey mit Wodka“

Wolfgang Kohlhaase ist in meinen Augen sowieso (um mal Harry Rowohlt zu zitieren…) der beste Dialogautor hierzulande. Trocken, intelligent, überraschend und häufig ohne weiteres als Grabinschrift geeignet, wer kann hier sonst noch so schreiben?

Natürlich war er neulich auch bei der Verleihung des deutschen Drehbuchpreises anwesend. An der Garderobe stand er dann plötzlich neben uns und griff sich ganz selbstverständlich C.´s Mantel, eine schicke Variation seines eher schlichten schwarzen Wollmantels.
Und beim Rausgehen gab es dann auch noch eine Geschichte dazu: Das hat er nämlich schon mal versucht, mit dem Mantel von Gwisdeck, nur da war er erfolgreicher! Den hat er auch an der Gaderobe übergezogen und dann aber den Fehler nicht bemerkt, bis er zu Hause einen Brief in der Manteltasche fand, der nicht an ihn adressiert war. Während Kohlhaase sich damit „richtig verbessert“ hätte, war der Gwisdek fuchsteufelswild und weigerte sich, die schlichte Autoren-Kutte überzustreifen…

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