Black Moses

Ja, dieser Blog lag ein paar Tage brach und das lag eben an der Lage, denn die war aus Arbeits- und Kreativitätsgründen etwas angespannt… Aber nun ist wieder alles gut, und darum soll jetzt, verspätet, aber immerhin, an einen der Großen erinnert werden:

Isaak Hayes, der schwarze Messias, Black Moses aus L.A., Oskarpreisträger für die Filmmusik von Shaft und später Chefkoch der Simpson-Generation, wäre vor zwei Wochen siebzig geworden… Wenn, ja wenn er nicht 2008 plötzlich, völlig unvermittelt und viel zu jung auf dem Laufband mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen wäre.

Einmal hatte ich Karten für eines seiner seltenen Konzerte, das dann aber leider kurzfristig abgesagt wurde… Wer seinen unglaublichen Auftritt im Stadion von Wattstax gesehen hat, wird verstehen, was für ein Verlust das ist: mit Filzhut und Umhang wird er als Star der Nacht auf die Bühne geführt, während das Stax-Orchestra schon das geniale Shaft-Thema anklingen läßt. Wie ein Zwerg schleicht er zwischen den Musikern hindurch, wartet, schaut, steigert die Spannung, um dann in einer furiosen Geste den Filz von sich zu schleudern und mit nichts als ein paar goldenen Ketten behängt den Soul zu verkünden. Und dann ist seine Musik: Soul at his best, voller Gefühl und schlafwandlerisch sicher bewegt er sich mit seinen Songs auf der schmalen Linie zwischen Kitsch und Gefühl und rutscht dabei nur ganz, ganz selten ab…

Black Moses

Zeit, mal wieder ein Platte von Isaak Hayes zu hören…

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